Muuh- oder Kuhhandel?
Es war das Paradebeispiel eines schweizerischen Kuhhandels: Im Mai 2025 einigten sich die SRG und der Verband Schweizer Medien (VSM) zur Zusammenarbeit, um die Medienlandschaft zu stärken und die Halbierungsinitiative zu bekämpfen.
Die SRG versprach, sich in Zukunft bei Sportübertragungen und im Internet etwas zurückzuhalten. Im Gegenzug sicherten die Zeitungsverleger zu, die SRG im Kampf gegen die 200-Franken-Initiative zu unterstützen.
Ein so schmieriger Deal, der sogar die Wettbewerbskommission auf den Plan rief und eine Untersuchung einleitete – sie ermittelt bis heute!
Habt ihr irgendetwas über diesen ‚Sündenfall‘ gelesen?
Wurde darüber je berichtet?
Eine Premiere in der Schweizer Mediengeschichte, denn die Verlagshäuser verkauften somit ihre politische Gesinnung. Sie verkauften sie gegen einen kommerziellen Vorteil beim Sport und im Internet.
Erbärmlich!
Einzig Pietro Supino, Chef-Verleger der Zeitungsgruppe des Tages-Anzeigers, sprach sich dagegen aus.
Rückblickend kann ich sagen, dass sich die Verlagshäuser bis heute an diesen Kuhhandel gehalten haben.
Und dass die gesamte Journalistentruppe nicht aufbegehrte, sagt wohl alles aus, über unsere Medienlandschaft in der Schweiz.
Penibel!
Damit ist auch klar, wo die Medien stehen – früher standen sie zu ihrer staatskritischen Haltung, ganz im Gegensatz zu heute. Ihre Skepsis gegenüber öffentlichen Regelungen haben sie komplett verloren – sie lieben etatistische Lösungen, selbst in der eigenen Branche.
Ich finde das zeigt den Totalbankrott unserer Leitmedien exemplarisch schön auf.